denk!mal 2010 Dokumentation

Die Dokumentation für das Jugendforum denk!mal ‘10 kann ab sofort als PDF hier heruntergeladen werden. Auch 2011 gibt es wieder ein Jugendforum. Die Vorbereitungen dafür starten demnächst. Wir freuen uns auf Eure Beteiligung.

Fotogalerie

Das Jugendforum denk!mal ’10 liegt nun schon zwei Wochen zurück. Zur Erinnerung haben wir eine kleine Fotogalerie mit Bildern des Bühnenprogramms und der Ausstellungseröffnung erstellt. Diese findet Ihr hier.

TV-Tipp: Der weiße Rabe

Am kommenden Samstag, den 30.01.2010 zeigt das Bayerische Fernsehen um 21.55 Uhr den Dokumentarfilm „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“. Wir möchten allen Teilnehmern des Jugendforums denk!mal ’10, die vergangene Woche die Gelegenheit hatten Max Mannheimer selbst zu erleben, dieses bewegende Film-Portrait der Regisseurin Carolin Otto empfehlen.

Das Vermächtnis der Überlebenden


Foto: Lorenz Richter

Ein Höhepunkt des zurückliegenden Jugendforums denk!mal ’10 war der Auftritt des Holocaustüberlebenden Max Mannheimer, der auf Einladung des Präsidenten zur Abschlussveranstaltung nach Berlin angereist war. “Heute, 65 Jahre nach meiner Befreiung hier in dieser Stadt, in der am 20. Januar 1942 die sogenannte Endlösung der Judenfrage beschlossen wurde, als Ehrengast zu Ihnen sprechen zu dürfen, bewegt mich ganz besonders”, so Mannheimer zu Beginn des Gesprächs mit Anastasia Zampounidis.

Der fast 90-Jährige berichtete den anwesenden Jugendlichen über seine Erlebnisse während der NS-Zeit und betonte die Verantwortung der jungen Menschen, das Geschehene nie zu vergessen und die Demokratie täglich aufs Neue zu verteidigen: “Wenn die Zeit der Zeitzeugen zu Ende geht, seid ihr in der Pflicht, einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Vergangenheit zu garantieren und daraus Handlungsmaximen für die Gegenwart abzuleiten.”

Daraufhin stellte Max Mannheimer im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses das “Vermächtnis der Überlebenden” vor. Es war im Januar 2009 von allen Präsidenten der Internationalen Lagergemeinschaften unterzeichnet worden und richtet sich als ständiger Appell “Erinnerung bewahren – authentische Orte erhalten – Verantwortung übernehmen” an die nachfolgenden Generationen.

Das Dokument steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

›› Vermächtnis runterladen (PDF)

Das Jugendforum denk!mal ’10 geht zu Ende – Berliner Jugendliche wurden zu Zeugen ihrer Zeit

Gestern abend, am 25. Januar 2010 endete das Jugendforum denk!mal ’10 nach einer einwöchigen Ausstellung der teilnehmenden Jugendprojekte im Casino des Abgeordnetenhauses. Am letzten Tag der Ausstellung hatten auch die Gäste und Preisträger des zeitgleich im Abgeordnetenhaus stattfindenden German Jewish History Award noch die Möglichkeit, die Projekte der Berliner Jugendlichen zu besichtigen. Eine Woche zuvor hatte unter dem Motto “Ich bin Zeuge meiner Zeit” bereits die große Abendveranstaltung des Jugendforums mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm im Plenarsaal stattgefunden.

Mit rund 400 Besuchern und 40 beteiligten Projekten war das diesjährige Jugendforum ein voller Erfolg! Viele haben sich auf historische Spurensuche begeben und Zeitzeugen oder steinerne Zeugen nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart befragt. Andere haben Ausgrenzung und Unrecht in ihrer Umgebung aufgedeckt und dokumentiert oder künstlerisch interpretiert. Im Spiegel der Vergangenheit sind somit alle auf die eine oder andere Weise zu “Zeugen ihrer Zeit” geworden. Wir danken allen Beteiligten für die tollen Beiträge und hoffen, viele von Euch nächstes Jahr mit neuen Projekten wiederzusehen.

Video von tv-berlin

Max Mannheimer als Ehrengast bei denk!mal ’10

Auf Einladung des Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper, wird der Holocaustüberlebende Max Mannheimer als Ehrengast beim diesjährigen Jugendforum denk!mal sprechen.

„Ich hoffe, dass meine Vorträge wenigstens etwas dazu beitragen, den jungen Leuten diese damalige Zeit näher zu bringen. Denn ich erkläre, dass ich nicht als Ankläger und auch nicht als Richter, sondern nur als Zeuge der Zeit komme, damit sie wachsam sind.“, so der fast 90-jährige Zeitzeuge und Präsident der Lagergemeinschaft Dachau.

Max Mannheimer im Gespräch mit Anastasia Zampounidis bei der Abschlussveranstaltung von denk!mal '10
Foto: Wikipedia

Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Mißhandlung. Als Jude wurde er Anfang 1943 im KZ Theresienstadt und dann im KZ Auschwitz-Birkenau inhaftiert, kam über Warschau in das KZ Dachau und wurde 1945 in das Außenkommando Mühldorf verlegt. Erst eine Woche vor Kriegsende, am 30. April 1945, wird er auf dem Todesmarsch von den Amerikanern befreit. Von seiner Familie überlebten nur er und sein jüngerer Bruder Edgar den Holocaust.

Nie wieder, so schwor er sich, wollte er deutschen Boden betreten. Doch dann lernte er eine jungen Deutsche kennen, seine zweite Frau, die im Widerstand gewesen war, und gründete in München, der ehemaligen Hauptstadt der Bewegung, eine Familie. Heute ist Max Mannheimer unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau um die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse der NS-Zeit wach zu halten.

Auf Initiative des Internationalen Auschwitz Komitees traf Max Mannheimer im vergangenen Jahr anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus mit den Präsidenten der Internationalen Lagerkomitees von Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen, Ravensbrück, Bergen-Belsen, Neuengamme, Flossenbürg, Natzweiler-Struthof und Mittelbau-Dora zusammen. Gemeinsam verfasste die Gruppe von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager ein Vermächtnis für die nachfolgenden Generationen, worin sie ihre Erfahrungen bilanzieren und ihre Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft weitergeben. Das Dokument wurde am 27. Januar 2009 dem Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, stellvertretend für die deutsche Öffentlichkeit, übergeben.

Beim Jugendforum denk!mal ’10 wird Max Mannheimer dieses Vermächtnis an die etwa 300 anwesenden Jugendlichen weitergeben. Seine Grundhaltung gegenüber der Jugend in Deutschland lautet: „Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“

40 mal denk!mal

Der Anmeldeschluss ist vorbei und es haben sich 40 Projekte zum Jugendforum denk!mal ’10 angemeldet. Wir freuen uns über die große Resonanz und sind beeindruckt von der Vielfalt der eingereichten Beiträge und dem hohen Engagement der Berliner Jugend.

Bereits jetzt könnt Ihr Euch auf unserer Homepage in den vier Kategorien mach!mal, schreib!mal, mal!mal und sing!mal über die teilnehmenden Projekte informieren. In knapp zwei Wochen werden diese dann bei einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und in der daran anschließenden Ausstellung zu sehen sein.

Ausstellung verlängert

Der Zeitraum für die Ausstellung im Casino des Abgeordnetenhauses wird verlängert. Statt bis zum 22. Januar, können die Projekte nun

vom 18. bis zum 25. Januar 2010

besichtigt werden.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Zum Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstraße 5 kommt ihr mit
der U-Bahn: Potsdamer Platz oder Kochstraße
der S-Bahn: Anhalter Bhf. oder Potsdamer Platz
dem Bus: Abgeordnetenhaus Berlin (Linie 129,142, 248,341, 348)

Die ersten sechs Projekte sind angemeldet!

Mittlerweile haben bereits zahlreiche Schulklassen und Jugendprojekte von unserem Jugendforum erfahren. Wir freuen uns über das vielfältige Interesse, das uns in Gesprächen und per Email entgegengebracht wurde.

Die ersten sechs Schülergruppen sind auch schon offiziell angemeldet. Um welche Projekte es sich handelt, erfahrt ihr auf den Seiten mach!mal, mal!mal und sing!mal. Hier findet Ihr Fotos und Beschreibungen aller bereits angemeldeten Teilnehmer und könnt diesen eine Nachricht auf der Pinwand hinterlassen.

Alle anderen haben noch bis zum 15. Dezember Zeit, das Anmeldeformular auszufüllen und an das Projektbüro zu senden. Wir sind auf Eure Ideen gespannt!

Flyer zum Download

Ab heute steht der Flyer des Jugendforums denk!mal ’10 in druckfreundlicher Version als PDF-Dokument zum Download bereit.

››Flyer hier runterladen