Das Vermächtnis der Überlebenden


Foto: Lorenz Richter

Ein Höhepunkt des zurückliegenden Jugendforums denk!mal ’10 war der Auftritt des Holocaustüberlebenden Max Mannheimer, der auf Einladung des Präsidenten zur Abschlussveranstaltung nach Berlin angereist war. “Heute, 65 Jahre nach meiner Befreiung hier in dieser Stadt, in der am 20. Januar 1942 die sogenannte Endlösung der Judenfrage beschlossen wurde, als Ehrengast zu Ihnen sprechen zu dürfen, bewegt mich ganz besonders”, so Mannheimer zu Beginn des Gesprächs mit Anastasia Zampounidis.

Der fast 90-Jährige berichtete den anwesenden Jugendlichen über seine Erlebnisse während der NS-Zeit und betonte die Verantwortung der jungen Menschen, das Geschehene nie zu vergessen und die Demokratie täglich aufs Neue zu verteidigen: “Wenn die Zeit der Zeitzeugen zu Ende geht, seid ihr in der Pflicht, einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Vergangenheit zu garantieren und daraus Handlungsmaximen für die Gegenwart abzuleiten.”

Daraufhin stellte Max Mannheimer im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses das “Vermächtnis der Überlebenden” vor. Es war im Januar 2009 von allen Präsidenten der Internationalen Lagergemeinschaften unterzeichnet worden und richtet sich als ständiger Appell “Erinnerung bewahren – authentische Orte erhalten – Verantwortung übernehmen” an die nachfolgenden Generationen.

Das Dokument steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

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