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Kein Platz für Rassismus

Gruppenfoto der teilnehmenden Schüler der Jüdische Oberschule Berlin

Schülerinnen und Schüler der Jüdischen Oberschule Berlin beteiligten sich im Rahmen einer Studienreise am internationalen „March of the Living“, wo sie die Gelegenheit hatten, mit jüdischen Jugendlichen aus aller Welt zusammenzukommen und bei einem Gedenkmarsch vom Konzentrationslager Auschwitz zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau den Opfern des Holocausts zu gedenken. Der „Marsch der Lebenden” wird traditionell von Überlebenden des Holocaust angeführt. In Zeitzeugengesprächen berichteten diese von ihren Erlebnissen während der Judenverfolgung.

Im Anschluss an die Reise erarbeiteten die Jugendlichen unter der Leitung von Hauke Cornelius und mit der musikalischen Betreuung durch Christoph Beißwenger im Musikunterricht einen Song gegen Rassismus. Um das Lied mit den Eindrücken der „March of the Living”-Fahrt zu verbinden, entstand schließlich das Musikvideo „Kein Platz für Rassismus“.

JugendtheaterBüro Berlin: “Der Schädelverteiler”

Im durch die Initiative Grenzen-Los! gegründeten Jugendtheaterbüro in Moabit arbeiten Jugendliche zwischen 14 und 22 Jahren gemeinsam an der Vorbereitung eines bundesweiten Jugendtheaterfestivals mit internationalen Gästen in Berlin. Das im Herbst 2011 stattfindende „Freedom Festival“ bildet den Höhepunkt eines partizipativen, berufsorientierenden und bildungspolitisch weit gefächerten dreijährigen Projektes, welches durch Jugendliche in prekären Lebenslagen und überwiegend mit Migrationshintergrund von der ersten Planung bis zur Durchführung selbst umgesetzt wird.

Bei dem Projekt sollen die Jugendlichen ihre künstlerischen und kreativen Potentiale verwirklichen können und befähigt werden, das Festival und den Theaterbetrieb selbständig durchzuführen. So wird etwa derzeit in diversen Kreativ-Werkstätten eine neue Theaterproduktion erarbeitet. Darüber hinaus dient das Jugendtheaterbüro der themenbezogenen politischen Bildung und der Sensibilisierung für die Probleme Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt.

Beim Jugendforum denk!mal ’10 inszenierten die Jugendlichen eine Adaption der Brecht-Parabel „Die Rundköpfe und die Spitzköpfe“ als Hip-Hop-Musiktheater. Angesichts der zunehmenden Faschisierung Deutschlands schrieb Brecht in den 30er Jahren dieses „Gräuelmärchen“ als einen literarischen Aufschrei gegen Hitler. Die Geschichte spielt in dem fiktiven Staat Jahoo. Das Land ist zerrüttet und bankrott. Um eine Rebellion gegen die Herrschenden zu verhindern, beschließen diese, das Volk, statt wie bisher in arm und reich, nunmehr in „arische“ Rundköpfe und „jüdische“ Spitzköpfe einzuteilen und die Spitzköpfe zu verfolgen.

Soko-M

Soko-M ist eine deutschsprachige Punk-Rock Band, die seit circa 2 1/2 Jahren besteht. Schon im letzten Jahr nahm sie am Jugendforum denk!mal teil. Damals ging es in dem präsentierten Lied um das Problem offen rechtsradikaler Ideologie und Gewalt.

In diesem Jahr präsentieren die Jungs von Soko-M einen neuen Song, den sie extra für das Jugendforum geschrieben haben. Der Text beschäftigt sich mit der Frage, warum heute, 65 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus, Nazigewalt noch immer ein Thema ist.

Lieder und Gedichte gegen das Vergessen

Gruppenfoto der teilnehmenden Schüler der Grundschule am Wilhelmsberg

Am 27. Januar 2010 begeht die Grundschule am Wilhelmsberg den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Kinder der 4., 5. und 6. Klassen haben diesen Tag gemeinsam vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Gedenkstätte Sachsenhausen und das Otto Weidt Museum, führten Zeitzeugengespräche und lernten Bilder und Gedichte von Kindern kennen, die im KZ ums Leben kamen.

Mit einem Fotogeschichtsheft, einem Kurzfilm und selbst gemalten Bildern wurde das Erlebte sowohl dokumentarisch festgehalten, als auch künstlerisch verarbeitet. Beim Jugendforum präsentieren die Kinder unter anderem das Lied „Unter deinen weißen Sternen”, welches 1943 im Wilnaer Ghetto entstand.