Das Ausländerkrankenhaus Mahlow 1942-1945

In der Zeit von 1942 bis 1945 war Mahlow der Standort eines Krankenhauses für alle schwerkranken und seuchenkranken Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Raum Berlin/Brandenburg. Es hieß „Krankenhaus der Reichshauptstadt in Mahlow, Kr. Teltow”. Grundbesitzer war zu über 90% die Berliner Stadtgüter GmbH. Nach Ausweis des Sterbebuches des Standesamtes Mahlow und einer Grundliste des Friedhofes Güterfelde (heute Stahnsdorf) verstarben dort 1494 Personen.

Eine Jugendgruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Mahlow / Glasow hat sich intensiv mit den Lebensumständen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter beschäftigt. Es entstand eine Installation, die an die 1494 Toten erinnert. Durch die Aufarbeitung von elf Einzelschicksalen soll der Blick auf die persönlichen Geschichten hinter den anonymen Todeszahlen ermöglicht werden.

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