Auf den Spuren von Luise und Wilhelm Teske

Seit 1998 trug die Schöneberger Oberschule den Namen Luise-und-Wilhelm-Teske-Oberschule, benannt nach einem engagierten Ehepaar, das während der NS-Zeit verfolgte Jüdinnen und Juden bei sich im Keller versteckte. Der Name droht angesichts der Fusion der Schule mit der Waldenburg-Schule zur 08. Integrierten Sekundarschule zu Beginn des laufenden Schuljahres verloren zu gehen.
Das Wenige, das über Luise und Wilhelm Teske, die im Bayrischen Viertel eine Schusterei betrieben, bekannt geworden ist, reicht aus, um zu erkennen, dass es sich bei dem Ehepaar um überaus mutige Menschen handelte. Mutig setzten sie sich für ihre Überzeugungen ein, teilten ihr weniges Hab und Gut mit den Verfolgten und nahmen die Gefahr in Kauf, entdeckt zu werden. Gerade weil die Teskes keine ‚großen Namen’ tragen und ihre Geschichte keine Geschichtsbücher füllt, sondern sie zwei der ‚unbekannten Helden’ sind, von denen es leider viel zu wenige gab, setzen sich Schöneberger Schülerinnen und Schüler für ihre Namenspatronen ein. Sie wollen den bisherigen Namen ihrer Schule erhalten, damit die Geschichte der Teskes nicht in Vergessenheit gerät.

In umfangreichen Recherchearbeiten versuchen die Jugendlichen mehr über das Leben und Handeln der Teskes zu erfahren, indem sie Zeitzeugen, die sich noch an das Ehepaar erinnern, interviewen und mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Kontakt treten. Dort wurden Luise und Wilhelm Teske 2009 als „Gerechte unter den Völkern“ namentlich geehrt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wollen die Schülerinnen und Schüler auf dem Jugendforum denk!mal am 17. Januar 2011 im Abgeordnetenhaus von Berlin präsentieren, nicht zuletzt um ihrem Anliegen zu mehr Öffentlichkeit zu verhelfen.

1 Kommentar

  1. Detlev Deiwick says:

    Hallo, ich bin auch auf diese Schule gegangen und bei mir hieß sie noch Fritz- Haber- Realschule. Man sagt Fritz Haber nach er habe das Zyklon B erfunden und jetzt trägt diese Schule den Namen solcher wunderbaren Menschen hoffentlich bleibt der Name der Teskes erhalten.
    Liebe Grüße D. Deiwick