schreib mal - Ob Gedichte, Aufsätze, Essays, Berichte, Geschichten, Reportagen... Hier könnt Ihr Eure Gedanken, Ideen und Vorschläge in Textform präsentieren.

“Gedenklücken” oder the empty space


Gegenwart und Vergangenheit, Orte und Ereignisse stehen häufig in einem unmittelbaren Zusammenhang. Denkmäler spielen dabei eine zentrale, aber keineswegs neutrale Rolle. An was wird erinnert und wie? Wem wird gedacht und warum? Was wird betont, was ausgelassen? Ist das, an das offiziell erinnert wird, auch uns wichtig?
Die aktuelle Ausschreibung für ein Georg-Elser-Gedenkzeichen in Berlin 2010 nahmen die Schülerinnen und Schülern der 8a des Menzel-Gymnasiums zum Anlass, diese Fragen zu erörtern. Ausgehend vom Erfahrungshorizont der Jugendlichen reflektierten sie das unmittelbare Berliner Umfeld, wo sich deutsche Identität in Symbolen verschiedener (politischer) Couleur spiegelt und bricht. Sie sprachen, sahen, lasen, diskutierten, entwickelten eigene Vorstellungen und setzten diese in Texte, Töne, Zeichnungen und Modelle um. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und deren Folgen spielte dabei stets eine wesentliche Rolle.
Ihre CD dokumentiert ausschnitthaft einen Denk-Prozess, der ergebnisoffen angelegt ist und ihres Erachtens nach nicht abgeschlossen werden kann. Denn: “Nicht um die Konservierung der Vergangenheit, sondern um die Einlösung der vergangenen Hoffnung ist es zu tun” (M. Horkheimer, T. W. Adorno, Dialektik der Aufklärung)

welcomX- das multicoole Stadtmagazin

Die welcomX ist eine Zeitung von Jugendlichen für Jugendliche, eine politische Diskussionsplattform zum Mitmischen und Einmischen. In dem seit Juni 2010 unter der Trägerschaft des Vereins „Demokratie leben e.V.“ erscheinenden Magazin können Jugendliche ihre selbstverfassten Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen veröffentlichen. Unterstützt werden sie dabei von erfahrenen Zeitungsmachern.

Für die dritte Ausgabe, die im Dezember 2010 auf deutsch und türkisch erscheinen wird, erarbeiteten die jungen Redakteure eine Reportage über einen jungen Neonazi, der der Szene den Rücken gekehrt hat. Der Satzung des Vereins in hohem Maße verpflichtet, nehmen Berichte, Reportagen und Interviews, die sich mit der Aufarbeitung der deutschen Geschichte beschäftigen, einen breiten Raum ein. Ziel ist es, dass die Jugendlichen selbst recherchieren und so eine eigene und persönliche Sicht der Dinge entwickeln. In Kooperation mit der „Berliner Zeitzeugenbörse“ planen die jungen Redakteure für Anfang 2011 Begegnungen mit Holocaust- Überlebenden, aus denen mehrere Artikel für die welcomX entstehen sollen.

Hier geht es zur Online- Ausgabe der welcomX