Das Motiv

Das Motiv des Jugendforums zeigt ein Familienfoto der Berlinerin Ruth Recknagel in dem drei Puzzlestücke fehlen. Auf den Puzzlestücken wären die Gesichter ihrer Großeltern Minna und Julius sowie ihres Onkels Fritz zu sehen. Alle drei wurden von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet, weil sie Juden waren. Ruth Recknagel und ihre Eltern überlebten das NS-Regime, mussten aber viel Unrecht Erfahren.

Motiv denk!mal'15

 

Ruth Recknagel und die Schicksale all ihrer Angehörigen stehen stellvertretend für die unzähligen Menschen, die während der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mitten aus dem Leben gerissen, entrechtet, verletzt, ausgegrenzt, deportiert, misshandelt und getötet wurden. Diese Menschen hinterließen nicht nur in den Erinnerungen der Überlebenden schmerzhafte „Lücken“. Ihre einzigartigen Lebensgeschichten dürfen nicht vergessen werden. Deshalb müssen wir ihre Spuren suchen, ihre Geschichten finden und uns an sie erinnern. Dafür bietet das Jugendforum denk!mal die richtige Gelegenheit.

Die Geschichte vor Augen gilt es, in der Gegenwart Diskriminierung und Ausgrenzung klar zu erkennen und sich für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft einzusetzen.Deshalb laden wir Euch ein, den Opfern des Nationalsozialismus ein denk!mal der besonderen Art zu setzen sowie den heutigen Formen von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt entgegenzutreten. Vielleicht entsteht ein Gedicht über einen geschichtsträchtigen Ort in der Nähe der Schule, eine Collage, die den Widerstand mutiger Bürgerinnen und Bürger gegen die Nationalsozialisten dokumentiert oder ein Theaterstück, das die Folgen von Diskriminierung heute verdeutlicht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wir freuen uns auf Eure kreativen und couragierten Projekte!