Foto: Grünauer Gemeinschaftsschule/ Andreas Fischer

Kunstausstellung der Grünauer Gemeinschaftsschule

Projekt: “Es ist geschehen und kann folglich wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.” (Primo Levi) – Eindrücke von einer Projektfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz/Oświęcim”

Am 06.01.20 brach eine achtköpfige Schüler/-innengruppe der Grünauer Gemeinschaftsschule aus Treptow-Köpenick gemeinsam mit zwei Begleiter/-innen zu einer Projektfahrt nach Krakow/Polen auf.

Anlass dieser Fahrt war der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz/Oświęcim.
Die Schüler/-innen wurden auf diese Fahrt in einem zweitägigen Workshop vorbereitet, anhand von Zeitzeugen/-innenberichten, Dokumentationsfilmen, Gesprächen miteinander, außerdem mit dem Buch „Ist das ein Mensch?“ von Primo Levi.

Was werdet ihr dort sehen und erfahren?
Welche Situationen können emotional schwierig oder gar nicht auszuhalten sein?
Wie gehen wir mit den Eindrücken und Emotionen um? Wie können wir sie verarbeiten?

Die Schüler/-innen entschieden sich dazu über ihre erlebten Eindrücke zu berichten.
Schnell war die Idee einer Ausstellung entwickelt, um ihre Eindrücke und Emotionen künstlerisch zu verarbeiten und zu diskutieren und um anderen Menschen vom Erlebten zu berichten. In einer einwöchigen Projektwoche entstand eine Ausstellung mit dem oben genannten Titel.

Sie beinhaltet drei Bereiche:

1. Ort des Ankommens, der Vorstellung und der Information (Zahlen, Daten, Fakten)
2. Ort des Erlebten (Auseinandersetzung mit den Begriffen „Deportation“, „Selektion“, „Lagerleben“ und „Kanada“) unterlegt mit Sound (Geräusch einer fahrenden Bahn)
3. Ort des systematischen Mordens/Vernichtung (Gaskammer, Verbrennungsöfen) unterlegt mit Sound

Jeder Ort berichtet anhand von Fotografien/Plakaten, Exponaten und Gedichten. Außerdem mit Berichten von Zeitzeug/-innen und recherchierten Tatsachen.

Die Orte sollen mit einer Schiene verbunden sein (Schiene als Symbol der Deportation). An jedem Ort befindet sich ein alter Koffer (Koffer als Symbol/Bild der „letzten Station“), indem befindet sich erwähntes Informationsmaterial und Berichte.

In der Sendung zum Jugendforum hat eine Reporterin von Alex Berlin die Ausstellung besucht. Das Video zur Ausstellung finden Sie hier.

Projektverantwortlicher:
Andreas Fischer