100 Jahre Sophie Scholl – Was ist uns heute wichtig?

Projektion künstlerischer Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Sophie-Scholl-Schule an den Hochbunker in der Pallasstraße/Schöneberg

Anlässlich des hundertjährigen Geburtstags Sophie Scholls haben wir, die Schülerinnen und Schüler der Kunstklassen des neunten und zehnten Jahrgangs, uns die Frage gestellt, welche Werte heute wichtig sind und wofür wir uns einsetzen möchten. Hierbei wurden wir von unseren Kunstlehrerinnen Anja Lutscher und Andrea Busse angeleitet. Vieles, wofür Sophie Scholl eingetreten war, ist für uns auch heute noch sehr bedeutsam, wie Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Aber es kommen auch neue Werte und Ziele hinzu, zum Beispiel der Natur- und Tierschutz sowie Nachhaltigkeit. Wir haben uns intensiv mit unterschiedlichen Aspekten dieser Themenbereiche auseinandergesetzt. Dadurch ist eine Vielfalt sehr unterschiedlicher Zeichnungen entstanden. Diese haben wir später mit schwarzer Tusche expressiv überarbeitet, anschließend wurden die Zeichnungen zusammengestellt und in digitale Formate und Dias umgewandelt. Die Künstlerin Karen Thastum hat die großformatige Projektion der Ergebnisse an den Bunker realisiert.

Die Ausstellung findet im Rahmen einer Ausstellungsreihe am „Ort der Erinnerung“, dem Bunker an der Pallasstraße, der auf dem Gelände der Sophie-Scholl-Schule steht, statt. Im Mai 2002 wurde am Bunker an der Pallasstraße ein „Ort der Erinnerung“ eingeweiht, der am authentischen Ort auf das Schicksal von Zwangsarbeiter/-innen aufmerksam macht. Schüler/-innen der Leistungskurse Kunst und Politische Weltkunde hatten eine Konzeption entwickelt, wie durch künstlerische Veränderungen im öffentlichen Raum ein Erinnerungsort entsteht. Der „Ort der Erinnerung“ ist seitdem Teil unserer Schule, regelmäßig sind im Bunker künstlerische Ausstellungen zu sehen, die von Schüler/-innen konzipiert werden.

Beitrag zur TV-Sendung des Jugendforum denk!mal 2022
am 19. Januar 2022:

Ansprechparter/-innen:

Anja Lutscher und Andrea Busse