Interviewsituation vor dem Hochbunker in Wittenau

Erfahren. Denken. Leben.

Jedes Jahr im Winter besuchen interessierte Schüler/-innen der 10. Klasse der Paul-Löbe-Schule die Gedenkstätte in Auschwitz und erfahren etwas über das jüdische Leben in Krakau. Die Reise wird zunächst durch Workshops, Filme und Zeitzeugengespräche vorbereitet. Im Anschluss an die Reise findet eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Erlebten statt, welches in Form einer Ausstellung oder Aufführung präsentiert wird. Im Dezember 2020 konnte die Fahrt pandemiebedingt nicht stattfinden und die Schüler/-innen erarbeiteten zusammen mit der Schulsozialarbeit eine alternative Form des Gedenken. Es entstand die Idee eines Videos mit der Zeitzeugin Ruth Winkelmann, welche regelmäßig die Paul-Löbe-Schule besucht, um Schüler/-innen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten.

Die Schüler/-innen beschäftigten sich zunächst mit ihrer eigenen Biografie, mit dem Thema Verlust und anschließend mit der Geschichte von Frau Winkelmann. Im nächsten Schritt erarbeiteten die Schüler/-innen Fragen für das Interview und einen Leitfaden. Während des Videodrehs lernten die Schüler/-innen Frau Winkelmann sehr persönlich kennen, besuchten zwei Schauplätze aus ihrer Zeit während des Krieges und hatten die Möglichkeit, ihr viele Fragen zu stellen. Der entstandene Film „Wir haben überlebt. Wir möchten weiterleben!“ ist auf der Homepage der Paul-Löbe-Schule zu sehen und wird zukünftig an der Schule als Lernmaterial verwendet.

Beitrag der Paul-Löbe-Schule zur TV-Sendung des Jugendforum denk!mal 2022 am 19. Januar 2022:

Ansprechpartner/-innen:

Schulsozialarbeiterinnen Paul-Löbe-Schule
Maxi Hirthe, Bettina Kessner