{"id":2917,"date":"2022-12-10T13:53:44","date_gmt":"2022-12-10T12:53:44","guid":{"rendered":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/2023\/?post_type=archiv&#038;p=2917"},"modified":"2023-01-25T14:12:23","modified_gmt":"2023-01-25T13:12:23","slug":"denkmal-2017","status":"publish","type":"archiv","link":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/archiv\/denkmal-2017\/","title":{"rendered":"denk!mal 2017"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dar\u00fcber spricht man nicht?<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Doch! \u2013 <\/strong>Unter diesem Motto sowie den Schlagworten mach!<em>mal<\/em>, schreib!<em>mal<\/em>, sing!<em>mal<\/em> und mal!<em>mal<\/em> k\u00f6nnen Jugendliche und junge Erwachsene ihre Ideen in die Tat umsetzen und ihre Gedanken und Aktionen in den verschiedensten Formen pr\u00e4sentieren.<strong> Der Kreativit\u00e4t sind keine Grenzen gesetzt!<\/strong> Um kritisch denken und handeln zu k\u00f6nnen, darf nichts verschwiegen werden. Es gibt keine Tabus beim Erinnern. Nur so k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass Vielfalt in unserer Gesellschaft gelebt wird und Vorurteile nicht entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fchlt Euch herausgefordert! Seid kritisch, nutzt Eure Stimme und sprecht \u00fcber die Vergangenheit. Macht sie zur greifbaren und lebendigen Gegenwart.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dokumentation<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Dokumentation kann als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/files\/2022\/12\/denkmal_2017_dokumentation.pdf\">Dokumentation ansehen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Projekte<\/h2>\n\n\n\n<p>Alle eingereichten Projekte aus dem Jahrgang 2017 findet ihr hier!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/kategorie\/2017\/\">Projektarchiv 2017<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Motiv<\/h2>\n\n\n\n<p>Das diesj\u00e4hrige Jugendforum hat sich als Ziel gesetzt, den Fokus auf eine bisher weniger betrachtete Opfergruppe der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu richten. Homosexuelle wurden lange Zeit nicht als Opfergruppe anerkannt und als diese zudem nur selten thematisiert. Noch in der Gegenwart werden Angeh\u00f6rige einer&nbsp;sexuellen Minderheit immer wieder mit Ausgrenzung und Gewalt konfrontiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Homosexuelle geh\u00f6ren zu den Opfern des Nationalsozialismus genauso wie andere Menschen, die nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passten. Darunter Juden, Menschen mit geistiger und\/oder k\u00f6rperlicher Beeintr\u00e4chtigung, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende und Kritiker des Hitler-Regimes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nationalsozialistische Ideologie verurteilte Homosexualit\u00e4t als \u201ewidernat\u00fcrlich\u201c und \u201easozial\u201c. So hatten auch Homosexuelle unter polizeilicher Erfassung, Dem\u00fctigung, Verfolgung und Vernichtungsaktionen zu leiden. Ihre systematische Verfolgung begann 1934. \u00dcber 100.000 M\u00e4nner wurden dabei polizeilich erfasst. Bis 1945 wurden rund 50.000 M\u00e4nner nach dem \u00a7 175 StGB verurteilt, den die Nationalsozialisten nach der Macht\u00fcbernahme im Januar 1933 versch\u00e4rften. Die Verfolgungsgeschichte dieser Opfergruppe wahr jahrzehntelang ein tabu. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt der \u00a7 175 StGB fort. homosexuelle wurden nicht als Opfergruppe der nationalsozialistischen Herrschaft anerkannt, weil sie als \u201ezurecht verurteilt\u201c wahrgenommen wurden. Im Jahr 1969 wurde der \u00a7 175 StGB in der Bundesrepublik abgeschw\u00e4cht: Homosexualit\u00e4t unter Erwachsenen (vollj\u00e4hrig war man mit 21 Jahren) war seitdem straffrei. Endg\u00fcltig wurde der \u00a7 175 StGB in der Bundesrepublik schlie\u00dflich im Jahr 1994 aufgehoben. Die Urteile gegen Homosexuelle aus der NS-Zeit wurden erst 2002 revidiert, nicht aber die nach 1945 gef\u00e4llten Urteile.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dar\u00fcber spricht man nicht?<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"595\" src=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/files\/2022\/12\/image-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2977\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Motiv ist das Titelbild der <a href=\"http:\/\/www.jacobystuart.de\/buecher-von-jacoby-stuart\/comic-graphic-novel\/rosa-winkel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Graphic Novel \u201eRosa Winkel\u201c von Michel Dufranne<\/a>. Der Protagonist Andreas, Anfang 20, Werbezeichner und homosexuell, wird von den Nationalsozialisten&nbsp;wegen seiner sexuellen Neigung verurteilt und schlie\u00dflich ins Konzentrationslager deportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Konzentrationslager fanden sich M\u00e4nner mit dem \u201erosa Winkel\u201c am unteren Ende der H\u00e4ftlingshierarchie wieder. Er \u00fcberlebt das Lager, doch auch nach der Befreiung wird er mit Diskriminierung und Ausgrenzung konfrontiert, da der \u00a7 175 StGB weiter besteht und Homosexualit\u00e4t weiter kriminalisiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Titelbild ist Andreas in KZ-Kleidung zu sehen. Er tr\u00e4gt den \u201erosa Winkel\u201c, der ihn als Homosexuellen sichtbar macht. Er wird von seiner Umgebung nicht beachtet. Seine Mitmenschen schauen ihn nicht an. Andreas ist sozial isoliert\u2026<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">P\u00e4dagogenforum 5. und 9. Dezember 2016<\/h2>\n\n\n\n<p>Das P\u00e4dagogenforum findet am Montag, den <strong>5. Dezember 2016<\/strong>, sowie am Freitag, den <strong>9. Dezember 2016<\/strong>, jeweils von <strong>9 bis 13 Uhr<\/strong> im Abgeordnetenhaus von Berlin statt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Motto des Jugendforums denk!mal \u201917: Dar\u00fcber spricht man nicht?<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Vordergrund des P\u00e4dagogenforums soll die Auseinandersetzung mit der Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus stehen.<br>Dazu sollen sich Lehrerinnen und Lehrer in einem praxisorientierten Workshop \u00fcber die zielgruppengerechte, schulische Vermittlung dieses spezifischen Aspektes der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft austauschen. Zugleich erhalten sie Grundlagenwissen zur Geschichte der Verfolgung homosexueller Menschen bis in die Nachkriegszeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweise auf geeignete Unterrichtsmaterialien runden den Workshop ab.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das P\u00e4dagogenforum ist eine Begleitveranstaltung zum <strong>Jugendforum denk!mal<\/strong>, mit dem das Abgeordnetenhaus von Berlin allj\u00e4hrlich an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Abendveranstaltung 18. Januar 2017<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Abendveranstaltung des <strong>Jugendforums denk!<em>mal<\/em> <\/strong>wird der Plenarsaal zur B\u00fchne f\u00fcr Eure Projekte umgestaltet. In einer 90-min\u00fctigen Veranstaltung k\u00f6nnt Ihr Euch mit Theaterst\u00fccken, Lesungen, Musik, Tanz oder anderen kreativen Projekten einem breiten Publikum pr\u00e4sentieren und an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Ihr setzt damit auch ein Zeichen gegen heutige Formen des Rassismus und rechter Gewalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abendveranstaltung des <strong>Jugendforums denk!<em>mal<\/em> \u201917<\/strong> wird am 18. Januar 2017 in der Zeit von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr stattfinden. Durch das vielf\u00e4ltige Programm wird Euch die Radiomoderatorin und Journalistin Teresa Sickert f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abendveranstaltung k\u00f6nnt Ihr im Plenarsaal oder vor dem Fernseher von Zuhause aus verfolgen, da sie ab 18:00 Uhr vom <a href=\"http:\/\/www.alex-berlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sender ALEX<\/a> live \u00fcbertragen wird. Wenn Ihr als Gast im Plenarsaal dabei sein wollt, meldet Euch bitte bis zum 6. Januar 2017 beim Projektteam an.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausstellung 16. \u2013 23. Januar 2017<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des <strong>Jugendforums denk!<em>mal<\/em><\/strong> verwandelt sich das Casino des Abgeordnetenhauses von Berlin in einen Ausstellungsraum f\u00fcr Eure Projekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom 16. \u2013 23. Januar 2017 werden die von Euch eingereichten Projekte dort pr\u00e4sentiert und ausgestellt. Ihr k\u00f6nnt in der Ausstellung Filme sehen, Skulpturen bewundern, Tonaufnahmen h\u00f6ren oder Fotos betrachten. Durch die kreativen Projekte anderer Jugendlicher k\u00f6nnt Ihr viel \u00fcber die Geschichte des Nationalsozialismus lernen \u2013 abseits des Klassenraums und des Geschichtsbuches.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung ist an Wochentagen von 9 Uhr bis 18 Uhr f\u00fcr alle Interessierten ge\u00f6ffnet. Wenn Ihr sie als Klasse, Jugendgruppe oder Einzelperson besichtigen m\u00f6chtet, meldet Euch bitte beim Projektteam an. Wir k\u00f6nnen Euch dann am Eingang willkommen hei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Video Reportage \u00fcber das Jugendforums denk!mal \u201917<\/h2>\n\n\n\n<p>Liebe Teilnehmer\/-innen des Jugendforums denk!mal \u201917, liebe Darsteller\/-innen und liebe K\u00fcnstler\/-innen,<\/p>\n\n\n\n<p>unser Kooperationspartner ALEX TV hat die Reportage zum Jugendforum denk!<em>mal<\/em> \u201917 fertiggestellt. Sie steht Euch nun zum Anschauen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir w\u00fcnschen Euch viel Spa\u00df beim R\u00fcckblick auf Eure vielf\u00e4ltigen Arbeiten und Projekte!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n <div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iUmVwb3J0YWdlIEkgSnVnZW5kZm9ydW0gZGVuayFtYWwgMjAxNyIgd2lkdGg9IjUwMCIgaGVpZ2h0PSIyODEiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS1ub2Nvb2tpZS5jb20vZW1iZWQvLXBNbzlJSU5sVjg\/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGNsaXBib2FyZC13cml0ZTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZTsgd2ViLXNoYXJlIiByZWZlcnJlcnBvbGljeT0ic3RyaWN0LW9yaWdpbi13aGVuLWNyb3NzLW9yaWdpbiIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPg==\"><div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\"> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/29\/yt_-pMo9IINlV8_hqdefault.jpg')\"><\/div> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\"> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div> <div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\"> <p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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