{"id":2922,"date":"2022-12-04T13:55:22","date_gmt":"2022-12-04T12:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/2023\/?post_type=archiv&#038;p=2922"},"modified":"2023-01-25T14:08:57","modified_gmt":"2023-01-25T13:08:57","slug":"denkmal-2010","status":"publish","type":"archiv","link":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/archiv\/denkmal-2010\/","title":{"rendered":"denk!mal 2010"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ich bin Zeuge meiner Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Am 27. Januar findet in Deutschland der Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus statt. Aus diesem Anlass ruft der Pr\u00e4sident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, alle jungen Berlinerinnen und Berliner auf, sich am Jugendforum <strong>denk<em>!mal<\/em> \u201910<\/strong> zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem diesj\u00e4hrigen Motto \u201eIch bin Zeuge meiner Zeit\u201c sollen Jugendliche unterst\u00fctzt und gew\u00fcrdigt werden, die sich durch individuelles Engagement, Gruppeninitiativen oder Schulprojekte f\u00fcr Toleranz und Verst\u00e4ndigung einsetzen und das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus wach halten.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6hepunkt des Jugendforums denk<em>!mal<\/em> \u201910 ist die gro\u00dfe Abschlussveranstaltung am 18. Januar 2010, bei der ausgew\u00e4hlte Projekte im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin auf die B\u00fchne gebracht werden. Wir Freuen uns, dass wir f\u00fcr die Moderation des Abendprogramms Anastasia Zampounidis gewinnen konnten. Im Anschluss an die B\u00fchnenpr\u00e4sentation wird der Pr\u00e4sident eine Ausstellung im Casino des Hauses er\u00f6ffnen, bei der alle eingereichten Projekte vom 18.-25. Januar zu sehen sein werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dokumentation<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Dokumentation kann als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/files\/2022\/12\/denkmal_2010_dokumentation.pdf\">Dokumentation ansehen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Projekte<\/h2>\n\n\n\n<p>Alle eingereichten Projekte aus dem Jahrgang 2010 findet ihr hier!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/kategorie\/2010\/\">Projektarchiv 2010<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zeuge meiner Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Das diesj\u00e4hrige Motto \u201e<em>Ich bin Zeuge meiner Zeit<\/em>\u201c soll dazu ermutigen, \u00d6ffentlichkeit gegen aktuelle Formen von Rassismus, Intoleranz und Ausgrenzung herzustellen. Es soll aber auch dazu anregen, Zeitzeugen zu befragen, die die Verfolgung durch die Nazis \u00fcberlebt haben oder stumme Zeugnisse der NS-Geschichte aufzusp\u00fcren, um ihnen eine Stimme zu verleihen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lebendige Erinnerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die grausamen Verbrechen der Nazidiktatur f\u00fcr die junge Generation oft wenig greifbar wirken und meist nur von schwarz-wei\u00df Fotos bekannt sind, ist bei den \u00fcberlebenden Zeitzeugen die Erinnerung noch lebendig, welche die Lehren aus der Geschichte unmittelbar verst\u00e4ndlich macht. Aber wer fragt sie?<\/p>\n\n\n\n<p>An vielen Orten der Stadt finden sich steinerne Zeugen der Geschichte. Gedenktafeln, Stolpersteine, historische Geb\u00e4ude und Stra\u00dfenz\u00fcge zeugen von Schaupl\u00e4tzen der Verfolgung und der Deportation, aber auch der Zivilcourage und des Widerstands gegen das NS-Regime. Doch wer kennt heute noch ihre Bedeutungen?<\/p>\n\n\n\n<p>In den Stadtarchiven lagern unz\u00e4hlige Dokumente \u00fcber Lebensgeschichten, von denen niemand mehr erz\u00e4hlt. Sie bilden stumme Zeugnisse von Menschen, die einst in unseren Kiezen lebten, die von Nachbarn zu Verfolgten und Ermordeten wurden. Von Kindern, die in unsere Schulen gingen, bis sie eines Tages verschwanden. Wer wei\u00df schon um die Schicksale der Vormieter aus der eigenen Altbauwohnung?<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Gegenwart beurteilen zu k\u00f6nnen, ist es wichtig, die Vergangenheit zu begreifen. Dazu braucht es Menschen, die die Zeugen der Geschichte befragen und die Erinnerung lebendig halten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gelebte Verantwortung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute gibt es in Deutschland rechtsextreme Einstellungen, geh\u00f6ren rassistische, antisemitische und homophobe \u00dcbergriffe zur Realit\u00e4t. Um ihnen wirksam entgegentreten zu k\u00f6nnen, ist das Engagement jedes Einzelnen unverzichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen aus den Zeugnissen der Vergangenheit ein Bewusstsein f\u00fcr die historische Bedeutung des eigenen Handelns in der Gegenwart entwickeln. Denn auch heute kann jeder junge Mensch ein Zeuge seiner Zeit sein.<br>Dazu ist es jedoch notwendig, seiner Zeit aufmerksam und mit gesch\u00e4rften Sinnen gegen\u00fcberzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn nur \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u2026 wer seine Augen nicht verschlie\u00dft vor Dem\u00fctigung und Ausgrenzung,<br>\u2026 wer nicht wegh\u00f6rt, wo Menschen diskriminiert werden,<br>\u2026 wer eine Aussage macht und Rassismus beim Namen nennt,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>nimmt die Verantwortung f\u00fcr die Gegenwart an und <em>wird zum Zeugen seiner Zeit<\/em>.<br>Eine Zeugenaussage hat dabei den Zweck, bestehendes Unrecht zu benennen, eine Ver\u00e4nderung im Bewusstsein, Handeln und Leben der Menschen zu bewirken und damit der Gerechtigkeit zur Durchsetzung zu verhelfen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Verm\u00e4chtnis der \u00dcberlebenden<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein H\u00f6hepunkt des zur\u00fcckliegenden Jugendforums <strong>denk<em>!mal<\/em> \u201910<\/strong> war der Auftritt des Holocaust\u00fcberlebenden Max Mannheimer, der auf Einladung des Pr\u00e4sidenten zur Abschlussveranstaltung nach Berlin angereist war. \u201cHeute, 65 Jahre nach meiner Befreiung hier in dieser Stadt, in der am 20. Januar 1942 die sogenannte Endl\u00f6sung der Judenfrage beschlossen wurde, als Ehrengast zu Ihnen sprechen zu d\u00fcrfen, bewegt mich ganz besonders\u201d, so Mannheimer zu Beginn des Gespr\u00e4chs mit Anastasia Zampounidis.<\/p>\n\n\n\n<p>Der fast 90-J\u00e4hrige berichtete den anwesenden Jugendlichen \u00fcber seine Erlebnisse w\u00e4hrend der NS-Zeit und betonte die Verantwortung der jungen Menschen, das Geschehene nie zu vergessen und die Demokratie t\u00e4glich aufs Neue zu verteidigen: \u201cWenn die Zeit der Zeitzeugen zu Ende geht, seid ihr in der Pflicht, einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Vergangenheit zu garantieren und daraus Handlungsmaximen f\u00fcr die Gegenwart abzuleiten.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Daraufhin stellte Max Mannheimer im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses das \u201cVerm\u00e4chtnis der \u00dcberlebenden\u201d vor. Es war im Januar 2009 von allen Pr\u00e4sidenten der Internationalen Lagergemeinschaften unterzeichnet worden und richtet sich als st\u00e4ndiger Appell \u201cErinnerung bewahren \u2013 authentische Orte erhalten \u2013 Verantwortung \u00fcbernehmen\u201d an die nachfolgenden Generationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Dokument steht ab sofort zum Download zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/2010\/files\/2010\/01\/Verm\u00e4chtnis-der-\u00dcberlebenden.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u203a\u203a Verm\u00e4chtnis runterladen (PDF)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin Zeuge meiner Zeit Am 27. 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