{"id":3589,"date":"2023-02-01T10:51:53","date_gmt":"2023-02-01T09:51:53","guid":{"rendered":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/2023\/?post_type=projekt&#038;p=3589"},"modified":"2023-02-01T10:54:24","modified_gmt":"2023-02-01T09:54:24","slug":"briefwechsel","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/projekt\/briefwechsel\/","title":{"rendered":"Briefwechsel"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>W\u00e4hrend der Vorbereitung der Gedenkveranstaltungen an der Putlitzbr\u00fccke am 9. November 2003 schrieb Henriette H\u00fcbner von dem John-Lennon-Gymnasium zwei Briefe. In \u201eAnnas Brief an Cassandra\u201c (basierend auf einer wahren Begebenheit) und dem \u201eAntwortbrief von Cassandra an Anna\u201c verdeutlicht sie die Parallelen zwischen dem durch Vorurteile und grenzenlosen Hass entstandenen Holocaust und dem heutigen Rechtsextremismus und Fremdenhass, &#8222;die leider noch immer existieren.&#8220; <em><\/em> Briefwechsel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>20. August 1942, Donnerstagmittag<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;]In diesen letzten Monaten lernte ich immer wieder: Seit Esra gebe es die eigentliche j\u00fcdische Religion, das &#8222;Gesetz&#8220;, die vielen hundert Vorschriften, die den Juden durch alle Stunden des Tages in jeder kleinsten Handlung an seine Religion binden, an Gott erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gestapo ist wie Esra. Ich m\u00f6chte einmal den Stundeplan des Alltags(ohne Au\u00dfergew\u00f6hnliches wie einen Mord oder Selbstmord oder eine Haussuchung) festlegen. Im Aufwachen: Werden &#8222;sie&#8220; heute kommen? (Es gibt gef\u00e4hrliche und ungef\u00e4hrliche Tage &#8211; Freitag z.B. ist sehr gef\u00e4hrlich, da vermuten &#8222;sie&#8220; schon Sonntagseink\u00e4ufe.) Beim Waschen, Brausen, Rasieren: Wohin mit der Seife, wenn &#8222;sie&#8220; jetzt kommen. Dann Fr\u00fchst\u00fcck: alles aus den Verstecken holen, in die Verstecke zur\u00fccktragen. Dann die Entbehrung der Zigarre; die Angst beim Teepfeiferauchen, das nicht gerade ins Gef\u00e4ngnis f\u00fchrt, aber doch Pr\u00fcgel eintr\u00e4gt. Die Entbehrung der Zeitung. Dann das Klingeln der Brieftr\u00e4gerin. Ist es die Brieftr\u00e4gerin, oder sind &#8222;sie&#8220; es? Und was bringt die Brieftr\u00e4gerin? Dann die Arbeitsstunden. Tagebuch ist lebensgef\u00e4hrlich; Buch aus der Leihbibliothek tr\u00e4gt Pr\u00fcgel ein, Manuskripte werden zerrissen. Irgendein Auto rollt alle paar Minuten vorbei. Sind &#8222;sie&#8220; es? Jedesmal ans Fenster, das K\u00fcchenfenster liegt vorn, das Arbeitszimmer hinten. Irgendwer klingelt bestimmt, mindestens einer am Vormittag, einer am Nachmittag. Sind &#8222;sie&#8220; es? Dann der Einkauf, in jedem Auto, auf jedem Rad, in jedem Fu\u00dfg\u00e4nger vermutet man &#8222;sie&#8220;. (Ich bin oft genug beschimpft worden.) Mir f\u00e4llt ein, ich habe die Mappe eben unter dem linken Arm getragen &#8211; vielleicht war der Stern verdeckt, vielleicht hat mich jemand denunziert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Liebe Cassandra,<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>ich habe den wahren Grund f\u00fcr das Fortgehen von Julius nach Accra, in die Heimat seiner Eltern, \u00fcber sehr lange Zeit verschwiegen, habe es verdr\u00e4ngt, dar\u00fcber zu sprechen. Da es zwischen dir und mir keine Geheimnisse geben soll, m\u00f6chte ich dir erz\u00e4hlen, was wirklich vorgefallen ist. Julius und ich fuhren in den Urlaub nach Mecklenburg-Vorpommern, an die wundersch\u00f6ne Ostsee. Er wollte meine Heimatstadt Ahlbeck kennen lernen, das erste Mal sollte er dort meiner Familie begegnen. Wir waren<\/p>\n\n\n\n<p>beide sehr aufgeregt und voller Vorfreude.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir in Ahlbeck ankamen, beschlossen wir zun\u00e4chst, einen kurzen Bummel durch die Stadt zu unternehmen. Ahlbeck hatte sich \u00fcber die Jahre wirklich rausgemacht! Als wir aber die Strandpromenade verlie\u00dfen und in eine Seitenstra\u00dfe einbogen, n\u00e4herten sich uns pl\u00f6tzlich 2 oder 3 von diesen gewaltigen, kahlk\u00f6pfigen Gestalten, die an die finstersten Momente unserer deutschen Geschichte erinnerten. Pl\u00f6tzlich waren da so viele von ihnen. Einer von denen, ein kr\u00e4ftiger Typ in Lederjacke, wahrscheinlich ihr Anf\u00fchrer, trat an Julius heran, schaute ver\u00e4chtlich und br\u00fcllte dann: \u201eNeger! Du fickst eine deutsche blonde Frau? Was f\u00fcr eine Schande! Daf\u00fcr zahlst du, Dreckschwein!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>2. August 1943, Montagvormittag, 11 Uhr<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Die Reihe der unfl\u00e4tigen Schimpfworte war eigentlich eng. Immer wieder &#8222;Schwein&#8220;, &#8222;Judenschwein&#8220;, &#8222;Judenhure&#8220;, &#8222;Sau&#8220;, &#8222;Mistst\u00fcck&#8220;- mehr f\u00e4llt ihnen nicht ein. [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Behandlung in der Bismarckstra\u00dfe \u00e4hnlich wie vor 2 Jahren. Der Portier ganz sachlich: &#8222;Da hinter der Treppe warten.&#8220; Ein Gestapokerl neben dem Schalter: &#8222;Scher dich nach hinten, du Schwein!&#8220; Oben in dem &#8222;milderen&#8220; Zimmer 68 ein langer Subalternbeamter am Schreibtisch ziemlich sachlich, nicht aggressiv, ein kleiner Kerl in der T\u00fcr h\u00f6hnisch und grob. &#8211; &#8222;Du warst wohl noch nicht hier, dich haben sie vergessen? Du hast laut und deutlich zu sagen: &#8218;Ich bin der Jude Victor Israel Klemperer.&#8216; Jetzt gehst du heraus und sagst es&#8230;&#8220; Geschieht. \u2013 &#8222;Was warst du fr\u00fcher?&#8220; &#8211; &#8222;Professor? Hast zwanzig Semester studiert! Sieh mich nicht mit so dummen Augen an, sonst hau ich dir eine, da\u00df du Pfingsten nicht von Ostern unterscheidest[&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Julius blieb trotz allem sehr gefasst und fragte \u00e4ngstlich: \u201eWie viel wollt ihr denn von mir haben?&#8220; Doch sie wollten sein Geld nicht. Der Anf\u00fchrer grinste nur und antwortete: \u201e Eine kleine Brandmarkierung in deinem dreckigen Sch\u00e4del reicht da schon aus.&#8220; Nochmals fragte ich, ob wir das nicht auch mit Geld regeln k\u00f6nnten. Doch sie lie\u00dfen nicht mit sich reden. Ich geriet jetzt in Panik, begann, laut um Hilfe zu schreien: \u201eHilfe! Hilfe!&#8220;.. Doch niemand wollte uns h\u00f6ren. Es waren doch Menschen auf der Stra\u00dfe! Es geschah am helligten Tage! Mein Verhalten machte sie umso aggressiver und nun schleiften sie ihn davon. Ich rannte ihnen nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch sie waren zu schnell. Im n\u00e4chsten Moment sah ich mit meinen eigenen Augen, wie sie, in einer dunklen Einfahrt versteckt, alle auf meinen Julius eintraten. Als er v\u00f6llig reglos am Boden lag, lie\u00dfen sie endlich von ihm ab und rannten davon. Diese Feiglinge! Sein Kopf war von Blut \u00fcberstr\u00f6mt, seine Nase gebrochen. Sie hatten ihm zigmal in den Magen und die Genitalien getreten. Ich sah ihn weinen, wimmern und er stammelte wirres Zeug. Wie konnten sie ihm solch ein Leid zuf\u00fcgen? Er lag danach \u00fcber Wochen hinweg auf der Intensivstation. Das endlose Warten schien mich verr\u00fcckt zu machen! Ich hatte solche Angst, Julius zu verlieren!<\/p>\n\n\n\n<p>Cassandra, er ist gegangen, weil er sich hier in Deutschland nie als Deutscher akzeptiert gef\u00fchlt hat, auch wenn er hier geboren worden ist. Einmal sagte er mir: \u201eHier in Deutschland halte ich es nicht mehr aus! Die Leute werden mich immer auf der Stra\u00dfe angucken und davon ausgehen, dass ich nicht ihre Sprache spreche, dass ich anders rieche als sie, nach anderen Sitten lebe, eine andere Esskultur habe. Ihre Blicke und ihre Zur\u00fcckhaltung mir gegen\u00fcber verraten mir, dass sie innerlich Probleme mit meinem andersartigen Aussehen haben und deswegen auch den direkten Umgang mit mir so oft meiden .&#8220; Nach dem schrecklichen Erlebnis in Ahlbeck ist er dann nicht mehr aufzuhalten gewesen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>23. Februar 1938, Mittwoch<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber manchmal sage ich mir: Was w\u00fcrde f\u00fcr mich anders im vierten Reich, wie immer es beschaffen w\u00e4re?<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich w\u00fcrde die ganz gro\u00dfe Einsamkeit erst dann f\u00fcr mich beginnen. Denn ich k\u00f6nnte nie wieder jemandem in Deutschland trauen, nie wieder mich unbefangen als Deutscher f\u00fchlen. Unendlich gern z\u00f6ge ich ins Ausland, am liebsten nach USA, wo ich mit Selbstverst\u00e4ndlichkeit Fremder w\u00e4re. Ich kann nicht glauben, dass 58 Jahre nach dem Holocaust noch immer so viele dieser Gruppierungen von gewaltbereiten Menschen existieren, die sich auff\u00fchren wie SS-M\u00e4nner und sich wahrscheinlich sogar einbilden, in deren Verantwortung stehend, eine Mission erf\u00fcllen zu m\u00fcssen! Wie schwach und berechenbar jeder Einzelne von denen ist. Doch welch un\u00fcberwindbar enorme Macht sie als Gruppe besitzen!! Ihr Hass ist absurd, weil er auf Vorurteilen basiert und von keinem dieser unm\u00fcndigen, dummen Mitl\u00e4ufer plausibel begr\u00fcndet werden kann!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Silvester 1936, Donnerstag<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 15-j\u00e4hrige Tochter des kommunistischen Zimmermanns Lange kam aus dem Arbeitslager, dem Nationalsozialismus gewonnen, den Eltern entfremdet. Die F\u00fchrerin versammelte die M\u00e4dchengruppe auf dem Bahnsteig und hielt ihnen eine beschw\u00f6rende Abschiedsrede: &#8222;Ihr seid selbst\u00e4ndige Menschen, handelt nach dem, was ihr von mir geh\u00f6rt habt, la\u00dft euch durch eure Eltern nicht beirren!&#8220; Als Mutter Lange der Tochter ins Gewissen reden wollte, erhielt sie zur Antwort: &#8222;Du beleidigst meine F\u00fchrerin!&#8220; Ich denke mir diesen Fall verhunderttausendfacht und bin sehr bedr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann es sein, dass sich Geschichte in ihren Grundz\u00fcgen wiederholt, dass wir Menschen grausame, fatale Taten unserer Vorfahren erneut begehen, obwohl wir doch meinen, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen?<\/p>\n\n\n\n<p>Cassandra, k\u00f6nnen wir dem nicht irgendwie entgegenwirken? Und, liegt es nicht sogar in unserer Verantwortung, jenes zu tun?<\/p>\n\n\n\n<p>Erwarte deine Antwort in Ungeduld!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich umarme dich. Deine Anna<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/2004\/_themes\/balance\/balrule.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Liebe Anna,<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>es tat mir so gut, von dir zu h\u00f6ren! Ich vermisse unsere tiefen und innigen Gespr\u00e4che sehr. Dein Brief hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Von dem unglaublich furchtbaren Anschlag auf Julius habe ich bereits erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst letzte Woche rief er mich an und nach einem sehr langen Gespr\u00e4ch erz\u00e4hlte er mir dann alles. Ich war wirklich zutiefst ersch\u00fcttert und habe lange gebraucht, um f\u00fcr mich zu begreifen, dass ein Teil des Hasses und der Vorurteile von Menschen gegen andere Menschen, also auch ein Teil der Ursachen des Holocaust, nach wie vor unter uns waltet. Dieses Problem des sinnlosen Hasses und der Vorurteile, die auf Ignoranz und durch sie verursachte Unwissenheit basieren, ist in der Tat ein hochaktuelles Thema. Und das wird es wohl leider auch immer bleiben!<\/p>\n\n\n\n<p>Schau Anna, Vorurteile und sinnloser Hass beginnen oftmals bereits in der Schule. Als Kinder sind wir unvoreingenommen, wir spielen mit jedem, egal, ob unser Spielpartner schwarz oder wei\u00df, libanesisch oder britisch ist oder als Christ oder Moslem aufgezogen wird. Wenn ein Kind ein anderes ablehnt, dann begr\u00fcndet, weil es zum Beispiel die Puppe geklaut hat oder \u00c4hnliches.. Dann kommt die Schulzeit und das Erwachsenwerden. Mit der Kindheit lassen wir die kindliche Unschuld, die Unvoreingenommenheit und die Reinheit hinter uns. In der Schule lernen wir, uns bewusst pr\u00e4gen zu lassen, durch Lehrer, aber auch durch Schulkameraden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir entwickeln uns zu Individuen, zu mehr oder weniger starken Pers\u00f6nlichkeiten, die alle verschiedene Werte haben, die beeinflussbar und mehr oder weniger voreingenommen sind. Auch kennt jeder von uns das Gef\u00fchl von Neid und Missgunst, welches einige erfolgreich bek\u00e4mpfen, dem andere aber kaum entgegenzuwirken wissen. Und gerade die, die im Elternhaus viel reden und erfahren, die in der Schule viel Wissen erlangen, entwickeln sich oftmals zu starken Pers\u00f6nlichkeiten. Genau diese intelligenten, sehr wissbegierigen, ziemlich starken jugendlichen Pers\u00f6nlichkeiten erfahren w\u00e4hrend ihrer Schulzeit sehr viel Neid und Missgunst. So sind sie h\u00e4ufig die Au\u00dfenseiter der<\/p>\n\n\n\n<p>Klasse, weil sie sich abheben von allen anderen und ihren eigenen Kopf und Geschmack haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau diese Andersartigkeit ist dann vielen in der Klasse ein Dorn im Auge. So schlie\u00dfen sich viele schwache Pers\u00f6nchen zu einer Gruppe zusammen, werden in der Masse m\u00e4chtig und einflussreich und bek\u00e4mpfen, z. T. leider mit Erfolg, eben das, was sie alle selber nicht besitzen und nie besitzen werden- starke, selbstbewusste Pers\u00f6nlichkeiten. Ihr Hass auf diese Au\u00dfenseiter basiert also auf Minderwertigkeitskomplexen und Geltungsbed\u00fcrfnis eines jeden Einzelnen, welches nur in der Gruppe gestillt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>So gesehen sind die Au\u00dfenseiter, die Andersartigen S\u00fcndenbocke f\u00fcr das Scheitern dieser Menschen als Pers\u00f6nlichkeiten. Kann man an dieser Stelle nicht tats\u00e4chlich einige Parallelen zum Zustandekommen antisemitischer Massenbewegungen im Nationalsozialismus ziehen? Du fragst, wie wir es schaffen k\u00f6nnen, dass die Menschen tats\u00e4chlich aus den fatalen Fehlern der Vergangenheit lernen? Ich denke, dass Hass vor allem zuerst einmal in seinen Wurzeln bek\u00e4mpft werden muss. Schlie\u00dflich beginnt die Gef\u00e4hrdung des Friedens zwischen den Menschen bereits im kleinsten Kreise, ich beziehe mich da auf Hass in der Familie, zwischen ehemaligen Freunden und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Vielzahl von uns Menschen leidet einfach unter einem Kommunikationsproblem. Viele von uns haben es nie gelernt, \u00fcber Probleme zu reden. Die Rede muss das Mittel, die Waffe, zur Konfliktl\u00f6sung werden, nicht die Anwendung von Gewalt, Messern und Pistolen! Liegt es nicht in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder dazu zu bringen, zu reden und tausend Fragen zu stellen, um Unwissenheit und Vorurteile zu bek\u00e4mpfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrheitsgetreue, sachliche Aufkl\u00e4rung in Familie, Schule und sonstigem Umfeld des Kindes muss an die Stelle von Vorurteilen, Schwarz-Wei\u00df-Malerei und Verf\u00e4lschungen von Wirklichkeiten treten. Der Kinder Geltungsbed\u00fcrfnis soll gestillt werden. Kinder sollen zu starken, m\u00fcndigen Pers\u00f6nlichkeiten erzogen werden, die auch durchaus Zivilcourage beweisen, wenn andere in Not sind. Au\u00dferdem sollen die Menschen aufh\u00f6ren, sich dem Gef\u00fchl von Neid und Missgunst hinzugeben, sondern sich die St\u00e4rken anderer zum Vorbild nehmen! Denn wenn wir neidisch sind, blockieren wir nur das Erkennen und Nutzen unserer eigenen St\u00e4rken. Neid f\u00fchrt zu Frust, sinnlosem Hass und Zerst\u00f6rungspotential!<\/p>\n\n\n\n<p>Wann werden wir Menschen Andersartigkeit endlich nicht mehr ablehnen und stattdessen erkennen, dass Vielfalt eine absolute Bereicherung f\u00fcr unsere Gesellschaft ist? Vielleicht begreifen wirklich nur Kinder, dass wir alle, ganz egal, woher wir stammen, wie wir aussehen, welche Religion wir vertreten, vor dem Gesetz gleich sind und frei denken und tun k\u00f6nnen, was wir wollen, solange wir die Spielregeln einhalten, solange wir die Menschenrechte wahren!!..<\/p>\n\n\n\n<p>Du und ich, Anna, wir beide werden herzlich wenig zum Weltfrieden beitragen k\u00f6nnen. Doch wir k\u00f6nnen und sollten die Menschen um uns herum dar\u00fcber aufkl\u00e4ren, dass wir nicht schuldig f\u00fcr Fehler der Vergangenheit sind, wir uns unserer Verantwortung f\u00fcr Gegenwart und Zukunft aber nur erfolgreich stellen k\u00f6nnen, wenn wir unsere Vergangenheit nicht ignorieren und uns wirksam mit ihr auseinander setzen. W\u00fcrde es nicht schon Betr\u00e4chtliches bewirken, wenn das ein jeder von uns t\u00e4te?<\/p>\n\n\n\n<p>Bin in Gedanken bei dir.<\/p>\n\n\n\n<p>Deine Cassandra<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/denkmal-berlin.de\/2004\/_themes\/balance\/balrule.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Kontakt: <strong><a href=\"mailto:jettyhuebner@hotmail.com\">jettyhuebner@hotmail.com<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"parent":0,"template":"","meta":[],"project_categories":[26,6],"class_list":["post-3589","projekt","type-projekt","status-publish","hentry","project_categories-26","project_categories-projekt-schreibmal"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-json\/wp\/v2\/projekt\/3589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-json\/wp\/v2\/projekt"}],"about":[{"href":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekt"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_categories","embeddable":true,"href":"https:\/\/denkmal-berlin.de\/jugendforum\/wp-json\/wp\/v2\/project_categories?post=3589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}