Der gestrige Abend war echt etwas Besonderes: Zur Ausstellungseröffnung des Jugendforums am 26. Januar 2026 im Abgeordnetenhaus von Berlin sind viele junge Menschen zusammengekommen, um sich mit Geschichte, Erinnerung und Verantwortung auseinanderzusetzen. Die Ausstellung zeigt noch bis zum 20. März, wie viel Engagement, Kreativität und Vielfalt in den Erinnerungsprojekten steckt.
Die Stimmung am Montag Abend war offen, neugierig und wertschätzend. Man hat gemerkt, wie reflektiert und politisch junge Menschen heute sind und wie wichtig Orte, an denen ihre Stimmen Platz haben. Besonders berührt hat uns, mit wie viel Mut und Sensibilität sich die Teilnehmenden ihren Themen gestellt haben.
Ein ganz besonderer Moment war für uns der Besuch und die Zusammenarbeit mit der Zeitzeugin und diesjährigen Jurorin Ruth Winkelmann. Gerade weil es immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gibt, wurde an diesem Abend sehr deutlich, warum Erinnerungsarbeit so wichtig ist.
Zum Abschluss kam die Preisverleihung: Die Entscheidung fiel nicht leicht, weil alle Projektbeiträge auf Ihre Weise einzigartig sind und mit Engagement und viel Vorbereitung von den Kindern vorgetragen wurden.
Umso mehr freuen wir uns, auch jetzt online die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Ausstellungseröffnung bekanntgeben zu können:
Die Preisträger und Preisträgerinnen des Jugendforums denk!mal 2026
Jurypreis:
…damit wir nicht vergessen! [Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke, pad GmbH]
Preis: ein mehrstündiger Workshop durchgeführt von ZWEITZEUGEN e.V.

Publikumspreis:
Jüdische Sportlerinnen und Sportler in der NS-Zeit [Sportschule im Olympiapark Poelchau]
Preis: eine Stadtführung auf dem Erinnerungsweg organisiert durch das Mitte Museum

Performancepreis:
Me Sem Me [Rroma-Informations-Centrum e.V.]
Preis: ein Projekttag und eine Führung durch das Anne Frank Zentrum

Grundschulpreis:
Die Kindheit von Ruth Winkelmann [Schlaglicht e.V.]
Preis: ein Workshop beim Jüdischen Museum Anoha – „Vom Tun und Lassen im Judentum“

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich und ebenso allen Teilnehmenden, die mit ihren Projekten diesen Abend möglich gemacht haben. Euer Engagement zeigt, dass Erinnerung nicht nur Rückblick ist, sondern etwas, das wir gemeinsam in der Gegenwart gestalten.
Danke an alle, die da waren, mitgedacht, mitdiskutiert und mitgefühlt haben. Dieser Abend hat einmal mehr gezeigt, wie stark und lebendig Erinnerungskultur sein kann, wenn junge Menschen sie aktiv in die Hand nehmen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Februar von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses zu sehen!
Kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild!






