Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Martin-Buber-Oberschule haben sich im Rahmen des Projektes der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau mit dem Schicksal der Familie Zehden auseinandergesetzt. Als Zeugen Jehovas wurden Emmy und Richard Zehden, die Wehrdienstverweigerer versteckten, jahrelang verfolgt, festgenommen und schließlich zum Tode verurteilt. Ihr Neffe Horst Schmidt, der selber den Wehrdienst verweigerte, überlebte mit viel Glück.
Neben der Biografieforschung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler auch intensiv mit der Rolle der eher unbekannten Opfergruppe der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus. Dazu gehörte auch ein Besuch in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Gedenkstätte Plötzensee.
Außerdem konnte ein Kontakt zu der Witwe von Horst Schmidt – Hermine Schmidt – hergestellt werden. Am 10. Oktober 2011 wurden Stolpersteine für die Drei verlegt. Zu der Gedenkfeier am 28. Oktober kamen über 80 Interessierte, unter anderem auch die Witwe und andere Angehörige der Familie.
2012 mach!mal
„Projekt Stolperstein – Andenken an eine fast vergessene Opfergruppe“
Jugendgeschichtswerkstatt Spandau
